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Worum genau geht es beim „Projekt Karlsplatz 9“?
Nach mehr als 40 Jahren Nutzung ist das Bürogebäude in der Mattiellistraße 2-4 / Identadresse Karlsplatz 9/Identadresse Symphonikerstraße 1 (auch Winterthur-Haus oder Lippert-Haus genannt) sanierungsbedürftig. Eine Sanierung war schon länger geplant. Im Zuge der nun ebenfalls anstehenden Umsetzung des Projekts „Wien Museum Neu“ – das Wien Museum befindet sich in direkter Nachbarschaft - wurde das Vorhaben nun konkretisiert.

Nach Abschluss des Architekturwettbewerbes des Wien Museums und der Kür eines Siegerprojektes im November 2015 wurde auch für das Projekt in der Mattiellistraße 2-4 ein eingeschränkter Architekturwettbewerb ausgeschrieben, der im März 2016 ein Siegerprojekt hervorgebracht hat.

Das gesamte Vorhaben stellt – im Gleichklang mit der Sanierung des Wien Museums – einen wichtigen Beitrag zur weiteren Verbesserung der Stadtbildgestaltung dar. Zum einen wird mit dem vorliegenden Lösungsvorschlag eine Homogenisierung der Architektur durch Angleichung der Bauhöhen und Beruhigung der unregelmäßigen Dach- und Aufbautenlandschaft erreicht. Zum anderen ist es erklärtes Ziel, den Platz in gemeinsamer Planung mit dem Wien Museum zu einer attraktiven Stätte mit hohem Mehrwert zu entwickeln und die derzeitige unattraktive und problematische Vorplatzsituation zu einem für Mensch und Stadt wertvollen Aufenthaltsraum zu wandeln.


Gebäude/Planung/Sanierung/

Wo genau befindet sich das Gebäude?
Das Bürogebäude befindet sich im vierten Wiener Gemeindebezirk, in der Mattiellistraße 2-4 (Eingang), weitere Identadressen sind Karlsplatz 9 und Symphonikerstraße 1.
 
 
Wie gestalten sich die Eigentumsverhältnisse des Gebäudes?
Das Bürogebäude befindet sich zu 100% im Eigentum der Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft.
 
 
Wie wird das Gebäude aktuell genutzt?
Das Bürohaus ist aktuell zur gewerblichen Nutzung fremdvermietet.
 
 
Was ist zukünftig hinsichtlich Nutzung geplant? 
Das Bürogebäude soll auch weiterhin als solches genutzt werden.


Warum wird genau jetzt diese Sanierung spruchreif?
Nach mehr als 40 Jahren Nutzung ist das Gebäude sanierungsbedürftig. Eine Sanierung war schon länger geplant, allerdings wurden die finalen Pläne des Wien Museums Neu abgewartet, um sicherzustellen, dass die baulichen Maßnahmen auf dieses Projekt abgestimmt waren. Nach Abschluss des Architekturwettbewerbes des Wien Museums und der Kür eines Siegerprojektes im November 2015 wurde auch für das Projekt Karlsplatz 9 ein Architekturwettbewerb gestartet.
 
 
Gab/gibt es hinsichtlich der Planung eine Zusammenarbeit und/oder Abstimmung mit dem Wien Museum?
Bei der Neugestaltung des Gebäudes wurde auf die Pläne des Wien Museums Neu Bezug genommen, auch steht die Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft als Eigentümerin in laufender Abstimmung mit dem Wien Museum.
 
Ein wesentlicher Aspekt der Zusammenarbeit ist die Vorplatzgestaltung, die gemeinsam mit dem Wien Museum und der Stadt Wien erarbeitet wird. Das Ziel ist es, den Platz zu einer attraktiven Stätte zu entwickeln, die zum Verweilen einlädt.
 
 
Wie wurde an die Planung der Umgestaltung herangegangen?
Die Aufgabe bestand darin, einen städtebaulich und baukünstlerisch begründeten Lösungsansatz zu entwickeln, der in geeigneter Form auf die prominente und sensible Lage am Karlsplatz entsprechend zeitgemäß reagiert.
 
Das Projekt ist von Beginn an in einem größeren städtebaulichen Kontext zu sehen. Es geht bei der Neugestaltung des Karlsplatzes am Ostende darum, den Platz als Gesamtes in seinem Erscheinungsbild zu verbessern: einerseits durch die Gestaltung eines Ensembles, das respektvoll mit dem Karlsplatz und der Barockkirche umgeht. Andererseits geht es auch darum, den Vorplatz und die Grünflächen zu verbessern.
 
 
Was sehen die Pläne für die Umgestaltung genau vor?
Der Lösungsvorschlag sieht für die Aufstockung zwei Regelgeschoße und ein zurückgesetztes Staffelgeschoß vor. Auf diese Weise gelingt eine gut proportionierte und in der Wertigkeit zu den beiden bedeutenden Nachbargebäuden angemessene Gebäudehöhe.
 
 
Wie hoch ist das Gebäude jetzt und wie hoch soll es nach der Sanierung sein?
Die aktuelle Höhe des Bürogebäudes Karlsplatz 9 beträgt im Bereich des Haupteinganges 14,30 m.  Es ist geplant, dass zwei Vollgeschoße und ein Staffelgeschoß aufgesetzt werden.

Insgesamt wird großer Wert darauf gelegt, das Gesamtbild des Karlsplatzes an seinem östlichen Ende gemeinsam mit dem neuen Wien Museum positiv zu beeinflussen und mittels der ebenso gemeinsam geplanten Vorplatzgestaltung aus diesem Bereich tatsächlich einen Platz zu gestalten. Mit dem geplanten Abbruch der Überbauung der Symphonikerstraße, der Verbindung des Hauses Karlsplatz 9 mit dem Museum, soll eine weitere Sichtachse (Richtung Schwarzenbergplatz/Französische Botschaft) geschaffen werden.
 
 
Welche Beweggründe gab es für die Aufstockung?
Ausgangsbasis für die erweiterte Sanierung waren die Umbaupläne des Wien Museums. Der Siegerentwurf von Winkler + Ruck und Certov sieht vor, dass das Wien Museum nach dem Umbau wieder ein  alleinstehendes Gebäude, also ein Solitär, wird. Da das Konzept von Wien Museum Neu eine Aufstockung vorsieht, war es aus architektonischer Sicht logisch, die Gebäudehöhe an die neue Höhe des Wien Museum Neu anzugleichen. Somit haben Sowohl Abriss als auch Aufstockung ihren Grund vorrangig im architektonischen Zugang zum Gesamtensemble: Zum einen nimmt die neue Gebäudehöhe Bezug zu den Attikahöhen* der Technischen Universität (TU), zur Gesimshöhe des seitlichen Glockenturms der Karlskirche und zur Aufstockung des neuen Wien Museums und fügt sich somit besser in das Gesamt-Höhenniveau der den Karlsplatz begrenzenden Gebäude ein. Mit dem geplanten Abbruch der Überbauung der Symphonikerstraße soll eine weitere Sichtachse (Richtung Schwarzenbergplatz) geschaffen werden.
 
* Attika: Eine über dem Kranzgesims befindliche Aufmauerung oder eine Abschlusswand zur Verdeckung des Daches.
 
 
Warum wird in diesem Ausmaß aufgestockt?
Auf diese Weise gelingt eine gut proportionierte und in der Wertigkeit zu den beiden bedeutenden Nachbargebäuden, angemessene Gebäudehöhe. Durch den Abriss der verbindenden Bürotrakte zwischen dem Wien Museum und Karlsplatz 9 fallen außerdem 700 m2 Nutzfläche weg.
 
 
Gibt es sonstige maßgebliche Veränderungen in der Außengestaltung des Gebäudes?
Die verbindenden Bürotrakte zwischen Wien Museum und Karlsplatz 9 sollen im Zuge der Neugestaltung des Platzes abgerissen werden. Damit eröffnen sich neue, attraktive Sichtachsen:
- vom Karlsplatz aus in Richtung des Art Nouveau-Palais der französischen Botschaft
- vom Schwarzenbergplatz auf den Karlsplatz mit seinen Grünflächen. 

Zudem wird die Vorplatzgestaltung gemeinsam mit dem Wien Museum und der Stadt Wien erarbeitet. Das Ziel ist es, den Platz zu einer attraktiven Stätte zu wandeln, die zum Verweilen einlädt. Ein direkter Zugang zum Gebäude Karlsplatz 9 vom Karlsplatz aus ist ebenfalls in Diskussion.
 
  
Werden für das Gebäude sonstige bestimmte Kriterien angestrebt? Ist der Einsatz alternativer Energieformen geplant?
Selbstverständlich werden für die Sanierung die aktuellsten Maßstäbe moderner Stadt- bzw. Objektarchitektur innen wie außen angelegt. Eine Nachhaltigkeitszertifizierung als „green building“ für den Zubau wird ebenfalls angestrebt.
 
 
Fallen Parkplätze im Umfeld des Gebäudes weg?
Ob langfristig Parkplätze wegfallen, liegt nicht im Einflussberich der Eigentümerin. Während der Bauphase kann es sein, dass zum Zweck der Anlieferung und Bautätigkeit temporär Parkfläche verstellt ist.
 
 
Wird die Straßenführung geändert?
Als privater Bauherr hat die Eigentümerin darauf keinen Einfluss.
 
 
Wird im laufenden Betrieb saniert?
Ja, es ist geplant, dass die Sanierung im laufenden Betrieb erfolgt. Die Mieter müssen daher nicht aussiedeln und können wie gewohnt ihren Geschäftsbetrieb aufrechterhalten. Es ist aber bei einem derartigen Projekt nie ganz auszuschließen, dass es zu kurzfristigen Unterbrechungen kommt. Die Eigentümerin steht diesbezüglich in enger Abstimmung mit den Mietern. 
 
 
In wie weit wird der Kirchenbetrieb – Feiern, Andachten, Gottesdienste etc. – durch den Umbau gestört (Lärmentwicklung etc.)?
Selbstverständlich wird im Zuge der Bautätigkeit darauf geachtet, dass für das Umfeld möglichst geringe Beeinträchtigungen entstehen. Die Eigentümerin wird sich darum bemühen, sich bestmöglich mit der Karlskirche bzw. der Diözese abzustimmen, um klerikale Anlässe im Bauablauf berücksichtigen zu können. 
 
 
Wird auch das Umfeld des Gebäudes (Vorplatz/Atrium/etc.) neu gestaltet?
Die Vorplatzgestaltung wird gemeinsam mit dem Wien Museum und der Stadt Wien erarbeitet. Das Ziel ist es, den Platz zu einer attraktiven Stätte mit hohem Mehrwert für den öffentlichen Raum zu entwickeln und die derzeitige unattraktive und problematische Vorfeldsituation zu einem für die Öffentlichkeit und Stadt wertvollen Raum zu wandeln. Ein direkter Zugang zum Gebäude Karlsplatz 9 direkt vom Karlsplatz aus ist ebenfalls in Diskussion.
 

Architekturwettbewerb

Gab es einen Architekturwettbewerb?
Ja. Die Entscheidung fiel im Rahmen eines eingeschränkten, anonymen Architekturwettbewerbes, zu dem sieben namhafte österreichische Architekturbüros geladen waren.
 
 
Ist die Liste der Teilnehmer bekannt?
Ja. Folgende Büros wurden zur Vorschlagslegung eingeladen:       
  • Alles Wird Gut Architektur ZT GmbH
  • Baumschlager Eberle
  • Christ & Gantenbein
  • Dietmar Feichtinger Architects
  • Henke Schreieck Architekten ZT GmbH
  • Architekt Krischanitz ZT GmbH
  • Priebernig, Wind + Partner ZT GmbH
  

Wie wurde über das Siegerprojekt entschieden?
Der Beschluss des Siegerprojekts wurde in einer Jurysitzung am 31.3.2016 einstimmig und nach folgenden Kriterien getroffen:
  • Überzeugender Umgang mit dem städtischen Umfeld, Verteilung der Volumina
  • Gestalterische und funktionale Bezüge zwischen den Baukörpern zur Umgebung
  • Stadträumlicher und baukünstlerischer Abschluss der Karlsplatzseite unter Berücksichtigung des künftigen neuen Erscheinungsbildes des Wien Museums
  • Funktionale Qualität der Grundrisse
  • Gestalterisch ansprechende und angstraumfreie Erschließungswege
  • Gestalterisch und funktionale Qualität der Freiräume

  
Wie setzte sich die Jury zusammen?
Bereits in der Zusammensetzung der Jury wurde die spezielle Situation des Projektes und die prominente Lage am Karlsplatz berücksichtigt. Das Preisgericht war achtköpfig, Vorsitzender war der österreichische Architekt Rüdiger Lainer. Neben Silvia Emrich als Vorstandsmitglied der Zurich-Versicherung bestand die Jury außerdem aus namhaften Architekten, den Leitern der Magistratsabteilungen 19 (Architektur und Stadtgestaltung) und 21 (Stadtteilplanung und Flächennutzung), dem Direktor des Wien Museums und weiteren Entscheidungsträgern von Zurich. 

 
Wer zeichnet für das Siegerprojekt verantwortlich?
Der Planungsvorschlag von Henke Schreieck Architekten ZT GmbH ging als Sieger des Architekturwettbewerbs hervor.
 
 
Warum hat man sich für die Einreichung des Architekturbüros Henke & Schreieck entschieden?
Die Entscheidung für das Projekt des Wiener Architekturbüros Henke Schreieck Architekten ZT war einstimmig. Der entsprechende Vorschlag trägt zu einem homogenen Erscheinungsbild des Karlsplatzes bei und beeinträchtigt gleichzeitig nicht die Wirkung der Karlskirche. Ein respektabler Umgang mit den prominenten Nachbarn Karlskirche und Wien Museum Neu sowie der weitgehende Abbruch der Überbauung der Symphonikerstraße sind wesentliche Merkmale des Entwurfes.


Kommunikation

Wer wurde in die Planung bzw. Neugestaltung des Objekts miteinbezogen?

Bei der Neugestaltung des Gebäudes wurde auf die Pläne des Wien Museums Neu Bezug genommen. Auch steht die Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft als Eigentümerin in laufender Abstimmung mit dem Wien Museum, der Stadt Wien bzw. den zuständigen Ressorts der Stadtregierung und den Magistraten.
 
 
Gab es bis dato bereits Information/Kommunikation für
  • Anrainer
  • Interessierte
  • Breite Öffentlichkeit?
Ja. Gespräche mit Anrainern bzw. interessierten Personen fanden bzw. finden laufend statt. Die Medien und damit die breite Öffentlichkeit wurden mittels Presseaussendung bereits Ende April 2016 informiert.
 
 
Sind weitere Informations- und Kommunikationsmaßnahmen geplant? Wie kann man sich über die weitere Entwicklung noch informieren?

Selbstverständlich wird diese Website laufend aktualisiert, weitere Kommunikations- und Informationsmaßnahmen sind in Planung. Auch werden die Medien laufend über relevante Projektfortschritte informiert. Zudem stehen alle jene Möglichkeiten, die üblicherweise in einem solchen Verfahren seitens der Stadt und des Bezirks geboten werden, zur Verfügung.


Weitere Projektschritte

Aus heutiger Sicht: Wie sieht der Projektzeitplan im Groben aus?
Es gilt, den Gemeinderatsbeschluss zur Änderung des Flächenwidmungsplanes abzuwarten. Danach erfolgt die Baueinreichung für das Projekt bei den zuständigen Behörden. Erst wenn auch die Baugenehmigung vorliegt, kann mit dem Bau begonnen werden.
 
 
Wo steht man aktuell im Genehmigungsprozess?
Aktuell wurde die Änderung des Flächenwidmungsplanes beantragt. Den entsprechenden Gemeinderatsbeschluss gilt es abzuwarten.
 
 
Welche sind die nächsten Schritte im Genehmigungsverfahren?
Ausgehend von einer Genehmigung des neuen Flächenwidmungsplans erfolgt danach die Baueinreichung für das Projekt bei den zuständigen Behörden.
 
 
Wann ist mit einer Entscheidung im Gemeinderat zu rechnen?
Dazu können wir noch keine Aussage treffen. Das hängt vom Zeitplan der Stadtverwaltung ab - in diesen haben wir keinen Einblick.
 
 
Vorausgesetzt, sämtliche notwendigen Genehmigungen werden erteilt – wann ist mit einem tatsächlichen Baustart zu rechnen?
Der Baustart erfolgt frühestens nach Abschluss aller erforderlichen Genehmigungsprozesse.