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"Der Lösungsvorschlag sieht für die Aufstockung zwei Vollgeschoße und ein zurückgesetztes Staffelgeschoß vor. Auf diese Weise gelingt eine gut proportionierte und in der Wertigkeit zu den beiden bedeutenden Nachbargebäuden angemessene Gebäudehöhe. Die bis zur Brüstungsoberkante der Dachterrasse im Staffelgeschoß hochgezogene Hauptfassadenkante, die aus der Fußgängerperspektive als die vermeintliche Gebäudehöhe wahrgenommen wird, liegt rd. 2m unter der neuen Gebäudehöhe des Wien Museums. Auch die Oberkante des Staffelgeschoßes überragt diese Referenzhöhe nicht. Die aus dem Stadtraum wahrnehmbare Gebäudehöhe ordnet sich so der bedeutenden Nachbarschaft deutlich unter, das unauffällige Staffelgeschoß ermöglicht diskret eine zusätzlich Flächenausbeute. Von den abzubrechenden „Brücken“ Symphonikerstraße wird eine Konstruktionsachse belassen, die im Erdgeschoß als Arkadengang ausgebildet wird. Ein nicht uncharmanter Ansatz, der zum einen an die einmal Realität gewesenen „Brücken“ erinnert, andererseits ermöglicht diese Situation einen freien Umgang und eine freiere Gestaltung dieser Stirnfassade, die in der vorgeschlagenen Art und Weise einen angenehmen Bezug zur Wien Museum-Fassade schafft. Diese zusätzliche Achse verleiht dem Gebäude eine subtile Asymmetrie. Die Grundrissorganisation der Aufstockungsetagen folgt im Wesentlichen der des Bestandes, und wird daher als praktikabel angesehen. Das vorgeschlagene Tragsystem und die Maßnahmen zur Ableitung der zusätzlich anfallenden Lasten werden als machbar eingestuft. Die gekonnte gestalterische Integration der Stützenverstärkungen in jedem dritten Raster des Bestandes und der daraus abgeleitete Fassadenraster in den Aufstockungen überzeugen. Dieser zum Bestand unterschiedliche Fassadenraster bildet diskret den Unterschied zwischen Bestandsgeschoßen und Aufstockung ab. Die Lochfassade zur Karlskirche hin zeigt in einer nicht unangenehmen Deutlichkeit die durch die Aufstockung entstandene Zweiteiligkeit des Baukörpers. Die Arkadenlösung an der Symphonikerstraße definiert den öffentlichen Raum dort neu und schafft Mehrwert."
 
Jurybeschreibung des Projekts im Rahmen des Architekturwettbewerbs


„Wien Museum und Winterthur Gebäude bilden ein gemeinsames Ensemble. Aufstockung und Umbau des Wien Museums bedeuten, dass die derzeit bestehende Brücke, die beide Gebäude verbindet abgebrochen wird. Bereits im internationalen Architekturwettbewerb des Wien Museums zeigte sich, dass eine Erhöhung auch eine ähnliche Aufstockung des Nachgebäudes bedeuten sollte. Aus einem weiteren Architekturwettbewerb ging Henke-Schreiecks Entwurf für als Sieger hervor. Als Stadt Wien stehen wir zum Ergebnis von Wettbewerben und entsprechend bildet dieser Entwurf auch die Grundlage für die Widmung.“
Vizebürgermeisterin Mag.a Maria Vassilakou
 

"Ich freue mich, dass im Zuge des Wettbewerbs der Zürich Versicherung am Karlsplatz entschieden wurde, dass das Winterthur-Gebäude räumlich vom Wien Museum abrückt. Durch den vorliegenden Entwurf der Architekten Henke Schreieck mit der vom Wien Museum räumlich abgesetzten Lösung wird sowohl für den Kulturbau Wien Museum, als auch das Ensemble des Karlsplatzes eine optimale Lösung geschaffen."
 
Stadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny
 

"Die bauliche Erweiterung des Wien Museums ist für uns das zentrale Zukunftsprojekt. Doch nicht nur ein größeres Museum mit mehr Platz für unsere Besucherinnen und Besucher ist das Ziel. Es geht auch um eine städtebauliche Aufwertung auf dieser Seite des Karlsplatzes, die dringend notwendig ist. Der derzeitige Zustand ist unhaltbar. Es bietet sich jetzt die Chance, hier jene Aufenthaltsqualität zu schaffen, die man sich von einem so zentralen Platz in Wien erwarten darf."

Dr. Matti Bunzl, Direktor Wien Museum
 
 
„Die geplante Aufstockung des Gebäudes nimmt die Gesimsehöhe der Karlskirche und der anschließenden Karlsplatzbebauung auf. Die Attikahöhe des Bürogebäudes bleibt deutlich unter der neuen Gebäudehöhe des Wien Museums, welches dadurch in seiner solitären Wirkung gestärkt wird. Die Planung sieht außerdem im Bereich des ehemals überbauten Durchgangs einen spannungsreichen Übergang zum Karlsplatz mit witterungsgeschützten Bereichen für Fahrräder, Nebeneingang und Tiefgaragenabgang vor.“
 
Henke Schreieck Architekten

 
"Wir begrüßen die Neugestaltung des östlichen Teils des Resselpark / Karlsplatz, die durch die architektonisch gelungenen Aufstockungen des Wien Museums sowie des angrenzenden Bürobaus der Zürich Versicherung erfolgen soll.  Die Freistellung des denkmalgeschützten Haerdtl-Baus (Wien Museum), die durch den Abbruch der unmittelbar angrenzenden Gebäudeteile des Zürich-Baus erzielt wird, öffnet die alte Sichtachse zur Französischen Botschaft / Schwarzenbergplatz. Die neuen Bauhöhen nehmen die bereits vorhandenen Bauhöhen rund um die Karlskirche auf, bewirken eine Beruhigung des Ortsbildes und rücken den Fischer von Erlach-Bau in einen geeigneten Rahmen. Es ist für uns Anrainer erfreulich, dass mit der geplanten Bautätigkeit eine gärtnerische Neugestaltung dieses derzeit äußerst unattraktiven, verschmutzten, verwahrlosten Teils der Parkanlage einhergehen soll."
 
Mag. Barbara Wolf & Mag. Martin Wolf (MBA, MSc.), Anrainer