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Pressemeldung, 27. Juni 2018
Wiener Gemeinderat gibt grünes Licht für Wien Museum



OTS Meldung vom 27. April 2018

Einigung zwischen Stadt Wien und Zurich in Sachen Winterthurgebäude in Sicht



Stellungnahme | An die Betreiber der Website rettetdiekarlskirche.at 
 
Sie erheben auf Ihrer Website im Zusammenhang mit dem geplanten Bauprojekt Karlsplatz 9 Vorwürfe gegen die Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft (Zurich) sowie den Magistrat der Stadt Wien.
 
Lassen Sie uns dazu Folgendes festhalten:
Zurich nimmt in allen Ländern und an allen Standorten weltweit ihre unternehmerische Verantwortung in vollem Umfang wahr. Bei der  Sanierung des Bürogebäudes Karlsplatz 9 bedeutet dies unter anderem, ein architektonisches Gesamtkonzept zu finden, das auf die Wünsche des neu zu gestaltenden Wien Museums und auf die Karlskirche Rücksicht nimmt. Durch die von zahlreichen ArchitektInnen sowie ExpertInnen der Stadt Wien befürwortete Lösung, das Gebäude Karlsplatz 9 in der Höhe an das neu zu gestaltende  Wien Museum anzugleichen, wird die  Silhouette mit den angrenzenden Häusern deutlich beruhigt und lässt dadurch auch anderen Baudenkmälern mehr Wirkungsraum.
 
Durch die gemeinsame Vorplatzgestaltung wird das derzeit desolate und heruntergekommene Ostende des Karlsplatzes zu einem attraktiven Ort urbanen Verweilens und Flanierens gewandelt, von dem die gesamte Bevölkerung profitiert.
 
Da wir uns weiterhin zum architektonischen Gesamtkonzept zur Gestaltung des Karlsplatzes bekennen und das Flächenwidmungsverfahren bereits eingeleitet wurde, ersuchen wir Sie Ihre Vorbehalte im Rahmen der behördlichen Verfahren einzubringen.
 
Jegliche Unterstellung von illegalen Absprachen mit Mitgliedern des Wiener Magistrats weisen wir auf das Schärfste zurück und behalten uns vor, gegen rufschädigende Aussagen und falsche Behauptungen entsprechende rechtliche Schritte zu setzen.
 
Wir ersuchen um Veröffentlichung dieser Stellungnahme auf Ihrer Website.

 

Zurich Versicherung: Frische Optik für den Karlsplatz in Wien

Der Karlsplatz bekommt ein neues Gesicht. Neben dem Wien Museum wird auch das benachbarte Gebäude an der Adresse Mattiellistraße 2-4, das der Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft (Zurich) gehört, neu gestaltet. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Frühjahr 2018 starten.

Der Karlsplatz zählt zu den beliebtesten Plätzen der österreichischen Bundeshauptstadt. Im Jahr 1899 wurde er nach der Überplattung des Wien-Flusses nach Kaiser Karl VI benannt. Dominiert wird der offene Platz von der barocken Karlskirche. Unmittelbar daneben an der Adresse Mattiellistraße 2-4 befindet sich ein Bürogebäude. Dieses steht seit 2002 im Eigentum der Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft. „Zurich besitzt 24 Immobilien in Wien. Davon zählt die Liegenschaft in der Mattiellistraße ohne Zweifel zu jenen in prominentester Lage. Das Gebäude ist bereits mehr als 40 Jahre alt und wir hatten schon seit längerem vor, es zu sanieren“, erklärt Mag.a Silvia Emrich, Mitglied des Vorstandes von Zurich und auf Vorstandsebene verantwortlich für das Projekt. „Es ist uns ein Anliegen, in zeitlicher Nähe mit dem Umbau des Wien Museums einen Beitrag für die rasche Umsetzung einer frischen Optik des Karlsplatzes zu leisten. Daher haben wir zu einem eingeschränkten Architekturwettbewerb eingeladen.“

Neues Bild für den Karlsplatz
Sieben namhafte österreichische Architekturbüros waren aufgefordert, Vorschläge für die Neugestaltung des Bürogebäudes in der Mattiellistraße zu machen. Voraussetzung seitens der Stadt Wien war, dass die neue Architektur die Bedeutung der Karlskirche „stadträumlich und baukünstlerisch“ sensibel berücksichtigt. Angestrebt wurde eine harmonische neue Silhouette des Karlsplatzes auf Seite der barocken Karlskirche. „Wir nehmen unsere Verantwortung für die Mitgestaltung dieser großen öffentlichen Fläche sehr ernst. Uns ist bewusst, dass ein Eingriff in die Optik des Karlsplatzes behutsam vorgenommen werden muss“, betont Dr. Gerhard Matschnig, Vorsitzender des Vorstandes von Zurich. Silvia Emrich ergänzt: „Wir wollen mit unserem Projekt zu einem homogenen Erscheinungsbild des Karlsplatzes beitragen und gleichzeitig die Wirkung der Karlskirche nicht beeinträchtigen. Das Ziel des Architekturwettbewerbes war es, verschiedene Entwürfe zu sehen und im Rahmen einer Juryentscheidung die beste Lösung aus städtebaulicher, architektonischer, ökonomischer und ökologischer Sicht zu finden.“

Enge Einbeziehung der Stadt Wien
Die eingereichten Vorschläge wurden von einer achtköpfigen Expertenjury unter dem Vorsitz des österreichischen Architekten Rüdiger Lainer bewertet. Die Kommission bestand weiters neben Silvia Emrich aus Architekten, Dienststellenleitern der Magistratsabteilungen 19 (Architektur und Stadtgestaltung) und 21 (Stadtteilplanung und Flächennutzung), dem Direktor des Wien Museums und Entscheidungsträgern von Zurich. Als Sieger des Wettbewerbes wurden die Pläne des Wiener Architekturbüros Henke Schreieck Architekten ZT von der Jury einstimmig ausgewählt. Neben den bereits genannten Punkten Stadtbild und Platzgestaltung sind ein respektabler Umgang mit den prominenten Nachbarn Karlskirche und Wien Museum Neu sowie der weitgehende Abbruch der Überbauung der Symphoniker Straße wesentliche Merkmale des Entwurfes.

Harmonische architektonische Lösung
Der Lösungsvorschlag sieht für die Aufstockung zwei Vollgeschoße und ein zurückgesetztes Staffelgeschoß vor. Auf diese Weise gelingt eine gut proportionierte und in der Wertigkeit zu den beiden bedeutenden Nachbargebäuden angemessene Gebäudehöhe. Von den abzubrechenden „Brücken“ Symphonikerstraße wird eine Konstruktionsachse belassen, die im Erdgeschoß als Arkadengang ausgebildet wird. Dieser Ansatz erinnert zum einen an die ehemaligen „Brücken“ und ermöglicht andererseits einen freien Umgang mit und eine freiere Gestaltung der Fassade am Karlsplatz, die somit einen angenehmen Bezug zum Wien Museum Neu schafft. Diese zusätzliche Achse verleiht dem Gebäude eine subtile Asymmetrie. Der sich zum Bestand ändernde Fassadenraster der Aufstockung nimmt sehr rücksichtsvoll Bezug auf die bestehende Architektur Georg Lipperts, verdeutlicht aber dennoch klar die Trennung Aufstockung zu Bestand, welcher weitgehend unverändert erhalten bleibt.

Link zur Presseaussendung

 
Pressestimmen

Der Standard, 4. Oktober 2016

"Konflikt um Zürich-Gebäude: Aufstocken und verkürzen"  

User-Kommentar: Ao.Univ.Prof. Arch. Dipl.-Ing. Dr.techn. Erich Raith


Der Standard, 22. September 2016

"Konflikt um geplanten Bau neben Karlskirche" 

Autor: Wojciech Czaja